Der C1-Filter

Bei dem C1-Filter handelt es sich um eine Scheibe mit etwa 14 cm Durchmesser, in der sich zwischen zwei umweltverträglichen Kunststoffschalen mehrere Lagen hochspezialisierter Filtermedien mit verschiedenen Funktionen befinden (siehe unten).

Die Kapazität des C1-Filters liegt je nach Einsatz und Wasserqualität bei ca. 2.000 Litern bei üblicher mitteleuropäischer Trinkwasserqualität. Wie bei allen Wasserfiltern die mit Aktivkohle arbeiten muss die Filterpatrone laut DIN 1988 nach 6 Monaten gewechselt werden.


1. Aufbau



Der C1-Filter besteht aus neun Filterlagen: eine Lage Vorfiltration von Grobpartikeln, sieben Lagen bakterienhemmender Faserverbund mit Aktivkohleanteil und eine Lage Nachfiltration und Endreinigung. Durch die Anordnung in Filterlagen wird eine Tiefenfiltration erreicht, d.h. dass das Wasser gezwungen wird, einen längeren Weg innerhalb der Schichten zurückzulegen und sich nicht (wie bei körniger Aktivkohle) den Weg des geringsten Widerstands sucht.

Der mittlere Faserverbund vereint drei verschiedene Technologien:

  • Mikrofiltration: Durch Mikroporen werden Partikel bis zu 0,45 Mikrometer (4,5/10.000 Millimeter) herausgefiltert (z.B. Bakterien).
  • Adsorption: Organische und chemische Substanzen, die einen unangenehmen Geschmack oder Geruch bilden können, sowie Viren (z.B. das Hepatitis-A-Virus, das zu den kleinsten bekannten Viren gehört) lagern sich an der Aktivkohle an.
  • bakterienhemmende Imprägnierung: Eine Silberimprägnierung tötet zurückgehaltene Viren und Bakterien ab, um eine Verkeimung des Filters und des gefilterten Wassers zu verhindern.

2. Filterleistung

Der C1-Filter kann trotz seiner geringen Größe mit einer erstaunlichen Leistung aufwarten: So filtert er Schwebstoffe (Sand, Lehm, Rost etc.), geruchs- und geschmackbildende Verunreinigungen (Benzin, Jauche etc.), chemische Verunreinigungen (Chlor, Pestizide, Medikamentenrückstände etc.) und – was gerade in südlichen Ländern oder bei Brunnenwasserversorgung von besonderer Bedeutung ist – krankheitserregende (pathogene) Mikroorganismen wie Bakterien und Viren aus dem Wasser heraus. Bei Untersuchungen verschiedener anerkannter Laboratorien wurden für E-Coli, Vibrio Cholera und andere Bakterienstämme sowie für Hepatitis-A-Viren, welche zu den kleinsten überhaupt bekannten Viren zählen, Resultate von bis zu 100% Rückhaltevermögen erreicht. Die im Trinkwasser enthaltenen Mineralien und Salze hingegen lässt der C1-Filter passieren.